Die Vulkaninsel Nisyros liegt in der südöstlichen Ägäis und gehört zum Dodekanes. Geographisch gehört Nisyros allerdings, wie die meisten der Dodekanes Inseln, zur Inselgruppe der Südlichen Sporaden. Die fast runde, 41qkm große Insel het einen Durchmesser von etwa acht Kilometern und in. In der Mitte der Insel könnt ihr sogar die Caldera eines aktiven Vulkans erkunden.

Die griechische Legende besagt, dass die Insel Nisyros entstand, als Poseidon während eines Kampfes, mit seinem Dreizack ein Stück der Insel Kos abschnitt und es auf einen Riesen namens Polybotes warf. Polybotes soll unter diesem Stück begraben sein und wenn der Riese heute wütet, sind seine Atemzüge nichts anderes als die Dämpfe des Vulkans.😊

Die meisten Besucher kommen nur für einen eintägigen Ausflug nach Nisyros. Die Ausflugsboote von der Nachbarinsel Kos kommen morgens um 10:30 Uhr auf der Insel Nisyros an und kehren meist ab 16 Uhr bereits wieder zurück.

Viel zu wenig Zeit, um die Sehenswürdigkeiten und die wunderschöne Landschaft der Insel der Insel zu genießen. Die Insel Nisyros ist aber auch ein großartiger Ort, um an einer der kleinen flachen Sandbuchten am Strand zu sitzen, das griechische Dorfleben zu erkunden, sowie die leckeren traditionellen Gerichte zu probieren. 😊

Interessantes über die Insel Nisyros:


Mandraki, Hauptort der Insel Nisyros

 der Insel, mit ihren schmalen verwinkelten Gassen, ist eher klein, aber es lohnt sich, sie zu erkunden. Die weiß getünchten traditionellen Häuser direkt am Wasser, kleinen traditionelle Tavernen und Cafés, einige lokale Geschäfte, sowie interessante Kunstgewerbeläden, fügen sich harmonisch in die Umgebung ein.

Kloster Panagia Spiliani

Auf dem Hügel oberhalb von Mandraki liegt weithin sichtbar das Kloster Panagia Spiliani, eines der berühmtesten Klöster der ägäischen Inseln. Eine Treppe aus 130 Stufen führt hinauf zum Kloster, das wahrscheinlich Ende des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Das Kloster ist von einer Festung umgeben, die von den Johanniterrittern errichtet wurde. Es wird „Spiliani“ genannt, weil sich die Kirche des Klosters mit der wundertätigen Ikone der Jungfrau Maria, in der Höhle des Hügels befindet. Die Hauptkirche ist Mariä Himmelfahrt gewidmet und die Kapelle rechts dem Heiligen Charalambos. Ein Besuch des Klosters ist ein einzigartiges Erlebnis und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Antike Festung der Insel Nisyros – das Paleokastro

Wer erst durch die hübschen Gassen von Mandraki geht und dann einen steinigen Pfad erklimmt, kann zur Antiken Festung von Nisyros, dem Paleokastro hinaufsteigen. Die Akropolis des antiken Nisyros soll aus der Zeit zwischen 6 und 4 v. Chr stammen und ist inzwischen restauriert und gut gepflegt. Es gibt zahlreiche Informationstafeln mit Hintergrundinformationen zur Geschichte der imposanten Festung mit den meterdicken Mauersteinen aus Vulkangestein und den dorischen Säulen. Von dort hat man außerdem einen herrlichen Blick auf das Dorf Mandraki, die weite Umgebung, zu den Nachbarinseln Kos und Giali, sowie auf das strahlend blaue Meer. Der Eintritt ist frei.

Tipp: Wer den steinigen Aufstieg scheut, kann ebenso auf der asphaltierten Straße hinauflaufen, oder mit dem Motorrad oder Auto bis zum etwa 50 m entfernten Parkplatz fahren. Dort oben seid ihr meist allein, die wenigsten Tagestouristen finden Zeit für diese interessante Sehenswürdigkeit. Besonders schön: Auf den alten Mauern ein Picknick machen, die Aussicht genießen und die Seele baumeln lassen – Urlaub pur. 😊

Archäologisches Museum

Das moderne Archäologische Museum beherbergt eine Reihe von Schätzen aus der Vergangenheit der Insel und ist ebenfalls einen Besuch wert.

Funde aus der Nekropole der antiken Stadt, Keramikfunde, Fotografien, Marmorelemente wie große Skulpturen, Grabreliefs aus antiker Zeit und zahlreiche andere Funde der Insel sind dort ausgestellt. Die Informationstafeln sind sehr ausführlich sowohl in Griechisch, als auch in Englisch beschriftet.

In der Saison geöffnet von 8:30 Uhr – 15:30 Uhr- Dienstag geschlossen – Eintrittskarten 4€ / ermäßigt 2€

Einkaufen und Essen in Mandraki

Angefangen beim typischen Mandelsaft Soumada, den anderen lokalen Delikatessen, regionalem Wein, Textilien, sowie handgemalten Ikonen, in Mandraki findet ihr das und noch so viel mehr in den zahlreichen Shops. Ein Bummel durch die kleinen Läden mit selbstgemachten Accessoires und anschließend auf der Platia einen griechischen Kaffee trinken – das ist Urlaub pur! -😊

In einer der zahlreichen Tavernen könnt ihr euch zudem einmal querbeet durch die Speisekarte probieren. 😊

Das Dorf Nikia

Das kleine Dorf Nikia liegt etwa 14 km von der Hauptstadt Mandraki entfernt und durch die spektakuläre Lage habt ihr von dort einen Panoramablick auf den Vulkan, sowie auf die Nachbarinsel Tílos. Das Dorf ist im traditionellen Stil gebaut, winzige Gassen mit weiß getünchten Häusern und bunten Türen und Fenstern, führen vom Parkplatz am Ende der Straße zu herrlichen Aussichtspunkten auf den Vulkan und zum kleinen zentralen Platz, der Platia. Es ist der ideale Ort um sich zurückzulehnen, zu entspannen und ein erfrischendes Getränk zu genießen, dort könnt ihr übrigens prima die Getränke auf Zimt- oder Mandelbasis probieren, die eine Spezialität der Region sind. Auf dem mit Kieselsteinmosaik gepflasterten malerischen Platz gibt es eine kleine Cafeteria, eine traditionelle Taverne, sowie die hübsche Kirche Issodia tis Theotokou mit einer Ausstellung religiöser Gegenstände.

Tipp: Das unberührte griechische Dorfleben in Nikia findet ihr, wenn die Busse mit den Touristen die Insel gegen 17 Uhr wieder verlassen haben. 😊

Noch ein Tipp: Bevor ihr den Vulkan besucht, lohnt sich ein Besuch im Vulkanologischen Museum am Parkplatz von Nikia. In dem kleinen, aber umfassenden und informativen Museum wird die ganze Geschichte des Vulkans verständlich erklärt. 😊

Caldera mit den Kratern Stefanos und Polyvotis

Die Hauptattraktion auf Nisyros ist natürlich der schlafende Vulkan- die Caldera mit den Kratern Stefanos und Polyvotis. Am Hauptkrater Stefanos führt ein kleiner Pfad hinunter in den Krater. Im Inneren des Kraters werdet ihr wahrscheinlich das Wasser zischen hören, wenn es den Siedepunkt erreicht und Fumarolen den charakteristischen Geruch von Schwefel abgeben. Kleine Hügel bestehend aus vulkanischer Lava und Asche in den Kratern bilden eine einzigartige Mondlandschaft.

Tipp: Da der Kraterboden ziemlich heiß werden kann, sind Schuhe mit Gummisohle und besonders Flip-Flops nicht geeignet, da sie bei der hohen Hitze nicht so widerstandsfähig sind. 😊 Wer den Krater ohne Schwärme von Touristen sehen möchte die im Inneren des Vulkans spazieren gehen, dem empfehlen wir den Besuch in den ruhigen Morgenstunden. 😊

Das Fischerdorf Pali

Vier Kilometer östlich von Mandraki, direkt an der Küste der Insel, liegt das Fischerdorf Pali.

Den ganzen Sommer über ist der kleine Hafen mit Booten und Yachten, die nicht in Mandraki anlegen können, so gut besucht, dass es inzwischen mehrere Tavernen, sowie einige Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Der fast 1 km lange, sowie schöne und gepflegte Sandstrand, erstreckt sich bis zum verfallenen Thermalbad, hinter dem sich die kleine, von außen unscheinbare Kapelle Panagia Thermiani befindet. Schon Hippokrates soll dort in den Überresten eines römischen Badekomplexes gebadet haben.

Emborios

Von Pali führt die Straße dann weiter zum traditionellen Bergdorf Emborios. Das Dorf befindet sich auf dem Kraterrand und schon bei der Fahrt hinauf, sind die vielen weißen Häusern von weitem zu erkennen. Ein Erdbeben zerstörte 1933 das Dorf Emborios und noch heute sind dort zahlreiche Ruinen, sowie zerfallene Gebäude zu sehen. Dennoch ist Emborios ein interessanter und wunderschöner Ort. Griechen vom Festland und Ausländer haben die alten, verfallenen Häuser aufgekauft und renoviert und nutzen sie inzwischen als Ferienimmobilien und Mitobjekte. Von verschiedenen Stellen hat man einen wunderbaren Blick über die restliche Insel und in die Caldera, zu der von der Platia ein Pfad hinab führt. In etwa einer Viertelstunde kann man zum Krater hinunterwandern.

Emborios ist autofrei, das heißt, mit eurem Auto kommt ihr nur bis zu einem Parkplatz vor dem Dorf, anschließend geht es über schmale Gassen und Treppen ins Dorf hinein.

Wenn ihr auf der Suche seid nach einem ruhigen und idyllischen Urlaubsort mit griechischem Flair, dann ist die Insel Nisyros eine absolute Empfehlung.  

Noch mehr Fotos von der Insel Nisyros …

Anreise zur Insel Nisyros

Tipp: Von Kos Stadt könnt ihr sowohl mit der Panagia Spiliani, der Dodekanisos Seaways und der Bluestar Ferries nach Nisyros fahren. Mietet euch im Hafen ein Auto, oder einen Roller und nutzt die Möglichkeit, eure Zeit selber einzuteilen und den Urlaub nach eigenen Wünschen in vollen Zügen zu genießen. Wenn ihr vorab eine Unterkunft bucht, sind auch eure Gastgeber bei der Vermittlung eines Fahrzeugs behilflich.

Wenn die organisierten Gruppenreisen und Touren zum Vulkankrater oder nach Nikia fahren, ist es ist es vielleicht eine gute Idee, woanders hinzugehen?! 😊😊😊

Auf dem Weg nach Nisyros fahrt ihr an der Nachbarinsel Gyali vorbei. Dort befindet sich ein Steinbruch, in dem Bimsstein abgebaut wird.


Unser Video von der Insel Nisyros


Wir planen bereits unser nächstes Abenteuer, aber vorerst ist hier der Beitrag über die griechische Insel Nisyros leider zu Ende. Wie hat er euch gefallen? Vermisst ihr etwas? Was gefällt euch denn besonders gut? Habt ihr schon mal die kleine Vulkaninsel Nisyros besucht?

Auf eure Kommentare sind wir gespannt!