Im Hafen von Heraklion auf Kreta starten wir morgens mit dem Katamaran Seajet 2 in Richtung Santorini.

Auf der Überfahrt haben wir mehr als starken Wellengang, die kleinen Spuktüten, die die Crew quasi im Minutentakt verteilt, finden regen Absatz. Nach etwa zwei Stunden Achterbahnfahrt ? kommen wir im Hafen von Athinios an.

Der Hafen ist völlig überfüllt mit Menschen die gerade angekommen sind, Menschen die auf die Abfahrt der Fähre warten, dazu Vermieter die Gäste abholen möchten, Busse für den Transport, Mietwagen und etliche Privatautos. Ein totales Chaos und wir sind froh, dass Dimitrios, der uns unser vorab gemietetes Auto bringt hat, sich erst einmal die Zeit nimmt und mit uns einen Frappe trinkt. Abwarten, bis das größte Chaos vorbei ist. ?

Wie das hier im Sommer aussehen mag, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Zum Glück fliegen wir nächste Woche von Santorini zurück. ?

Anschließend quält sich unser kleiner Flitzer die serpentinenartige Straße hinauf und schließlich quer über die Insel Richtung Akrotiri, wo wir Quartier beziehen. Der Ausblick aus unserem Zimmer ist ein Traum.

Ein herrlicher Blick auf die Caldera und das Meer, dazu ruhig gelegen, der nächste Strand etwa 30 Minuten Fußweg entfernt, wo man jedoch mit ein wenig Glück die gesamte Bucht für sich alleine hat. Wunderbar.

Am Abend genießen wir den Sonnenuntergang vom Leuchtturm in Akrotiri.

Eine super Alternative zu Oia und Fira.


Oia

Gesprochen  i a– einfach an einen Esel denken ?

Als erster Ort Griechenlands wurde Oia unter Denkmalschutz gestellt und ist sicher das malerischste Dorf auf der ganzen Insel. Die in Felsen gehauenen und weiß gestrichenen Häuser, hübsche Windmühlen, romantische kleine Gassen, all das macht den für seine traumhaften Sonnenuntergänge berühmten Ort aus. Besonders schön sind die Kirchen mit ihren blauen Kuppeldächern. Ein zauberhafter Ort mit vielen malerischen Fotomotiven. Das finden allerdings auch unsere asiatischen Mitbürger, die ungefragt auf den Dächern der Häuser und Kirchen, oder in fremde Hauseingänge laufen, oder mit Hochzeitskleidung und Sonnenschirmen waghalsig an einem Abgrund stehen, immer auf der Suche nach dem perfekten Foto. Uns wird es hier zu viel und wir besuchen die kleine Profitis Ilias Kirche, die an der Wanderstrecke nach Fira liegt. Von hier hat man einen besonders schönen Blick auf Oia.  Auch hier sind die Asiaten in der Überzahl, aber ansonsten ist alles prima. ?


Inselhauptstadt Fira

Wir verlassen Oia und fahren an Felsen mit schwarzer, roter und brauner Lava vorbei zum höchstgelegenen Punkt von Fira, zum Ort Firostefani. Weiter geht es entlang der Kraterstraße nach Fira. Da die Altstadt von Fira autofrei ist, stehen die Reisebusse in Dreierreihen auf der Hauptstraße und die Parkplatzsuche gestaltet sich etwas schwierig, aber mit viel Glück erwischen wir einen freien Platz und schon werden mit den Menschenmassen durch die kleinen Gassen geschoben. Es herrscht eine ziemliche Hektik, Urlauber, Tagestouristen und Kreuzfahrer vermischen sich, etwas ruhiger ist es nur in dem fast unüberschaubaren Gewirr von kleinen Gassen. Von hier beobachten wir, wie die Kreuzfahrer an Land gehen. Vom Hafen führt eine Treppe nach Fira hinauf, die man zu Fuß oder auf dem Rücken eines Esels erklimmen kann – die Kondition für die 587 Stufen scheinen nicht alle aufzubringen. ? Komfortabler geht es mit der Seilbahn, die vom Hafen nach Fira hochfährt. Die berühmteste Kirche ist sicher die Agios Minas Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit ihrer blauen Kuppel und dem weißen Glockenturm. Sehenswert sind aber auch die beiden archäologischen Museen in Fira

Durch die Massen an Besuchern, sind die Restaurants und Cafes, besonders die in den exponierten Lagen, nicht darauf angewiesen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Ein normaler Kaffee für 15 Euro ist uns schlicht und ergreifend zu günstig. ??


Weg vom Trubel in Oia und Fira gibt es auf Santorini auch andere ruhige und gemütliche Dörfer. Wir fanden wunderschöne Natur, schöne und ruhige Strände und viele interessante Dinge zum Anschauen.

Nur ein paar davon: der Ruinenkomplex von Alt-Thera, das familiengeführte Weingut Art Space Winery, mit einer wundervollen Kunstgalerie in einer Höhle, das Heilige Kloster des Propheten Elias von Thira, das auf einer Höhe von ca. 450 Meter auf dem höchste Punkt der Insel liegt. Das Kloster ist der höchste Punkt auf Santorini und liegt auf ca. 450 Meter.

Die Aussicht von hier oben ist fantastisch, man kann fast die ganze Insel überblicken. Die Kapelle ist Teil der griechisch-orthodoxen „Prophet Elias Monastery“, die um 1712 erbaut und dem Propheten Elias gewidmet ist. Das Kloster diente ursprünglich als Festung, um die Dörfer zu schützen. Die Heilige Kapelle von Nektarios beherbergt auch Sammlungen von seltenen, handgeschriebenen Büchern und byzantinischen Ikonen.

Viel zu schnell sind die Tage auf Santorini vergangen und der Abflug naht.

Unser Auto parken wir direkt am Flughafen, Dimitrios wird es später abholen. Der Flughafen auf der Insel ist winzig, das Einchecken geht schnell und beim Abflug haben wir noch einmal einen schönen Blick von oben auf die Insel.