Karpathos ist die zweitgrößte Insel des Dodekanes. Die Landschaft ist durch Gegensätze gekennzeichnet. Magische Strände wechseln sich dabei ab mit grünen Wäldern und schroffe Felsen mit malerischen Dörfern in traditionellem Baustil. Karpathos ist touristisch relativ gut erschlossen, aber von Massentourismus spürt man (noch) nichts.

Nach Karpathos kommt man entweder mit einer der Fähren von Rhodos, Kreta oder Piräus, oder mit dem Flugzeug. Einerseits gibt es Direktflüge ab Düsseldorf und München mit Condor, andererseits gibt es Linienflüge mit Aegean Airlines (Olympic Airlines) und Skyexpress über Athen nach Karpathos.

Da wir zuerst ein paar Tage in Athen waren, sind wir mit einer kleinen Maschine der Skyexpress in Karpathos gelandet. In der Sommersaison fahren Linienbusse in die verschiedenen Orte der Insel. Außerdem kann man eines der Taxis benutzen, oder sich wie wir, von Freunden (oder Vermietern) abholen lassen. 👍😊

Die Insel Karpathos im Überblick:

Pigádia, die Inselhauptstadt

Pigadía ist die Hauptstadt der Insel Karpathos, zudem Verwaltungszentrum und größter Hafenort. Auch Karpathos Stadt genannt, ist Pigádia mit etwa 2700 Einwohnern der größte Ort auf der Insel. Der Name Pigádia leitet sich von der in der Vergangenheit bedeutenden Anzahl von Brunnen in der Gegend ab. In Pigádia gibt es Hotels, Pensionen, Tavernen, eine Post, Banken, sowie verschiedene Einkaufsmöglichkeiten und kleine lokale Handwerksläden. An der Uferpromenade reihen sich Tavernen, Cafés und Bars aneinander. Hier kann man außerdem mit Leuten aus allen Teilen der Welt bei einem Cocktail ins Gespräch kommen.

Der flach abfallende Sand-Kiesstrand ist mehrere Kilometer lang, mit einigen Strandbars, Sonnenschirmen und Liegen und zudem Wassersportarten aller Art ausgestattet.

Pigádia ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Fahrten, oder Bootstouren zu anderen Orten auf der Insel.

Rundgang durch Pigádia – unsere Highlights

In einer ehemaligen italienischen Villa ist inzwischen die Bezirksverwaltung untergebracht (bis 2010 Provinzverwaltung).

In einem der Gebäudeflügel befindet sich das Archäologische Museum mit einer Sammlung von auf der Insel Karpathos gefundenen archäologischen Gegenständen, sowie das Informationszentrum über die Mönchsrobbe und ein kleines Freilichttheater.

Geöffnet im Sommer: Mittwoch bis Montag 08: 30-15: 30 Uhr – Dienstag geschlossen Eintritt 3€ / ermäßigt 2€

Die Kirche Evangelistria beeindruckt mit einer wunderschönen Architektur der Kuppel, dazu mit einer aus weißem Marmor gearbeiteten Ikonostase und wundervollen Malereien. Von ihrem Innenhof genießt ihr einen herrlichen Blick auf den Hafen von Karpathos, sowie auf die malerischen Häuser von Pigádia.

Die Kirche der Heiligen Apostel, Agioi Apostoloi, enthält Wandmalereien des aus Olymbos stammenden Künstlers Manólis Filippákis. Sie war anfänglich die Hauptkirche der Stadt.

Wer kennt es nicht, das bunte Fischerboot auf den Treppenstufen der kleinen Gasse, neben dem Restaurant Anemoussa?

Tipp: im Restaurant Anemoussa übrigens unbedingt die bunten Stufen hinauf zur Terrasse gehen- neben einem guten Preis-/Leistungsverhältnis (Menü des Tages🔝), erwartet euch hier ein toller Blick auf den Hafen.

Der Besuch des Ateliers und der Ausstellung im Art Center, mit herausragenden Stücken des einheimischen Malers und Bildhauers Minas Vlahos, ist zudem ein wirklich einzigartiges Erlebnis. Minas ist nicht nur ein großartiger Künstler, sondern auch eine supernette Person.😊

Ihr findet ihn während der Sommermonate in der Gallery Art Center in Pigádia in der Straße 28th October. Geöffnet ist die Ausstellung übrigens von 9-13 Uhr und von 17- 21 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Nikolaus Kirche liegt direkt oberhalb der Hafenpromenade umgeben von einem kleinen Friedhof, dort am Eingang sitzt ein Engel auf der Mauer neben dem Kreuz.

Nur wenig oberhalb des Weges zum Friedhof liegt außerdem die Panormítis Kirche.

Auf jeden Fall lohnt sich ein Abstecher zu den Überresten der antiken Akropolis auf der linken Seite der Hafeneinfahrt von Karpathos.

Kennt ihr die Granatapfel Gasse in Pigadia?

Wenn ihr an der Strandpromenade entlang schlendert, erreicht ihr nach kurzer Zeit die Ruinen der Basilika Agia Fotini, einer frühchristlichen Kirche aus dem fünften bis sechsten Jahrhundert vor Christus. Sie wurde auf den Ruinen eines antiken Tempels erbaut. Gut erkennbar sind außerdem die Umrisse der Kirche und einige Marmorsäulen und Platten mit christlichen Symbolen.

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Der südliche Teil der Insel Karpathos

Der südliche Teil der Insel Karpathos ist von Bergen geprägt, die in diesem Teil der Insel bis zu 686 Meter hoch sind. Nach Südwesten hin wird die Gegend flacher, weshalb 1970 bei Afiarti der international Flughafen gebaut werden konnte. Eine ganze Reihe von Stränden haben schließlich in den letzten Jahren Urlauber zum Baden oder Surfen angelockt.

Westlich von Pigádia

Agios Zacharias, eine traditionelle griechisch-orthodoxe Kirche mit schöner Aussicht auf die Umgebung und das Meer.

Am siebten September, dem Vorabend der Geburt der Jungfrau Maria am achten September, findet in der kleinen Monastiri Panagia Larniotissa das große Kirchweihfest statt. Der große Parkplatz und der riesige Innenhof wurden speziell für diese Feier eingerichtet, passen aber so gar nicht zu der 1914 erbauten, kleinen Kirche.

Vom Parkplatz unterhalb der Panagia Larniotissa geht es über einige Stufen hinauf zum Aussichtspunkt mit herrlicher Aussicht. Von dort könnt ihr den Sonnenaufgang über dem Meer beobachten.

Die Kirche Agia Kyriaki ist ein weiß getünchter Bau mit einer aufgesetzten roten Kuppel. Sie wurde oberhalb von Panagia Larniotissa erbaut und bietet ebenfalls einen herrlichen Panoramablick.

Lakki und Amopí an der Südküste der Insel Karpathos

An der Südostküste bei Lakki und Amopi befindet sich das beliebteste Urlaubsgebiet von Karpathos. Schöne Buchten mit flach abfallenden Sand- und Kiesstränden sind ideale Bedingungen für einen Badeurlaub und deshalb vor allem gebucht von Pauschaltouristen und Familien mit Kindern. Es gibt inzwischen eine reiche Auswahl an Tavernen, Cafés, Geschäften, Mini-Märkten und Autovermietern. Außerdem fahren von hier in der Sommersaison mehrmals täglich Busse in das sieben Kilometer entfernte Pigádia.

Menetes, das Bergdorf im Süden der Insel Karpathos

Das Bergdorf Menetes ist die die zweitgrößte Gemeinde der Insel Karpathos. Der Ort liegt auf einer Höhe von 350 Metern und ist für seine Architektur, die schönen geschmückten Häuser und Gassen, seiner Musiktradition und zudem für viele Kirchen und Kapellen bekannt.

Die Gipfelkirche Profítís Ilías befindet sich auf einem Berg oberhalb des Dorfes.

Die 1845 erbaute Kirche Kímisis tis Theotókou (Mariä Himmelfahrt) steht am Ortsrand auf einem großen Felsvorsprung und wird deshalb auch Panagia tou Vrachou  (Kirche der Muttergottes des Felsens) bezeichnet.  Aufgrund der spektakulären Lage hat man vom Hof der Kirche einen herrlichen Panoramablick auf die umliegenden Gebiete. Die Marmorsäulen im Inneren der Kirche stammen aus dem fünften und sechsten Jahrhundert. Der Feiertag Mariä Himmelfahrt wird dementsprechend jedes Jahr am fünfzehnten August mit der Gemeinde gefeiert.

Das Heimatmuseum zeigt eine interessante Sammlung von archäologischen Funden, Töpferwaren, sowie vieles mehr aus der Gegend. Das Museum befindet sich auf zwei Stockwerken in der ehemaligen Kapelle Evangelístria. Der Eintritt ist frei, aber eine kleine Spende ist willkommen.

Die kleine Kapelle Agíos Antónius enthält über achthundert Jahre alte Fresken aus der byzantinischen Zeit, die daneben liegende kleine Erlöserkirche soll dagegen nur etwa 300 Jahre alt sein.

Die Kirche Agíos Spirídonas befindet sich am südlichen Ende der Stadt und wurde ebenfalls auf einem Felsen erbaut. Nur ein paar Stufen hinauf und ihr genießt auch dort ein fantastisches Panorama.

Direkt gegenüber dem Friedhof von Menetes mit der Kirche St. Konstantin und St. Helena steht das große Denkmal der Widerstandskämpfer. Die Inschrift lautet soviel wie: Die Gemeinde Menetes in dankbarem Gedenken, allen, die zum Gelingen des an diesem heiligen Ort verkündeten Aufstands am fünften Oktober 1944 beigetragen haben.

Die Kapelle Agios Mámmas ist ein weißer Rundbau mit einem kegelförmigen Dach und stammt wahrscheinlich aus dem neunten Jahrhundert. Sie ist eine beeindruckende kleine Kirche, die sich sowohl durch ihre Architektur und die schönen Fresken aus dem vierzehnten Jahrhundert auszeichnet.

Die Kapelle liegt auf halbem Weg von Menetes in Richtung Arkasa.

Kipos Afiarti

Die Gegend um Kipos Afiarti ist ein Paradies für Windsurfer, denn hier weht der Meltemi das ganze Jahr über beständig. Hier sind Surfer zu bestaunen, die mit ihren Brettern virtuos über das Meer flitzen.
Das Schiffswrack am Ende des Makris Gialos Strand, rostet inzwischen vor sich hin. Der Name des Schiffes ist nicht bekannt. Man nimmt aber an, dass es sich um ein italienisches Handelsschiff handelt, das in der Mitte des letzten Jahrhunderts in der Bucht zerschellte.

Viele Infos zu den Stränden auf der Insel Karpathos findet ihr in unserem Beitrag Strände der Insel Karpathos.

Der Ort Arkasa an der Westküste der Insel Karpathos

Arkassa liegt an der Westküste der Insel Karpathos. Der Ort ist immer noch beschaulicher aber inzwischen auch ein beliebtester Ferienorte auf der Insel Karpathos. Die antike Stadt Arkesia, von der sich der Name des Ortes ableitet, befand sich auf dem Hügel der alten Burg. Noch heute sind dort die Überreste der antiken Akropolis (Paleokastro) zu sehen. 

Die Kapelle Agia Sophia beeindruckt mit ihren guterhaltenen herrlichen Mosaiken und ebenso mit Überresten der frühchristlichen Basilika Agia Anastasia.

Die kleine Hochzeitskirche Agios Nikolaos befindet sich unweit vom gleichnamigen Strand südwestlich von Arkasa. Gefeiert werden kann nach der Trauung also auch direkt am Strand. 😊

Die Kirche Ipapandi ist die Dorfkirche von Arkasa. Sie wurde im 19. Jahrhundert mit einem imposanten Glockenturm errichtet. Im Kircheninneren befindet sich außerdem eine schöne prunkvolle Ikonostase. Beeindruckend ist die Kirche besonders in den Abendstunden, wenn sie beleuchtet ist.

Das Fischerdorf Finiki an der Westküste der Insel Karpathos

Das Fischerdorf Finiki ist nur zwei Kilometer von Arkasa entfernt. Finiki hat hübsche kleine Häuser, einen schönen Strand und liegt dazu an einer malerischen Bucht. Mit traditionellen Booten fahren die Fischer morgens auf das Meer, ehe sie die Tavernen mit ihrem fangfrischen Fisch versorgen.

Sehenswert ist das kleine Denkmal das sieben Männer in einem Boot zeigt. Sie waren im Oktober 1944 ohne Funk und Kompass nach Ägypten aufgebrochen, um für die Bevölkerung von Karpathos Hilfe zu holen. Sie kamen mit ihrem Boot tatsächlich nach nur drei Tagen dort an. Auf Kriegsschiffen der Engländer kehrten sie anschließend bereits eine Woche später mit Lebensmitteln und wichtigen Gütern zurück nach Karpathos.

Dem Schutzpatron der Fischer ist die Kapelle Agios Nikolaos gewidmet. Es ist nur ein kurzer Spaziergang hinauf zur Kirche, um den Panoramablick auf Finiki zu genießen.

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Die Inselmitte von Karpathos

Pyles

Pyles ist eines der kleinsten Dörfer auf der Insel. In dem landwirtschaftlich geprägten Dorf könnt ihr lokale Produkte, wie zum Beispiel Käse, Honig und Olivenöl erwerben. Wer in den verwinkelten Gassen, umgeben von Bougainvillea, Orangen- und Granatäpfeln, umherschlendert, kommt schnell mit den freundlichen Bewohnern ins Gespräch. Den Sonnenuntergang von Pyles sollte man sich nicht entgehen lassen, denn durch den Berghang, an dem das Dorf liegt, ist der Blick auf die umliegenden Inseln, bis hinüber nach Kasos traumhaft schön.

Das kleine, liebevoll ausgestattete landwirtschaftliche Museum in Pyles zeigt das bäuerliche Leben der Bewohner in den letzten Jahrhunderten. Der Eintritt ist frei, aber eine kleine Spende wird gerne angenommen.

Wunderschön ist die Heiligkreuzkirche mit den Ikonen und der Geschichte der wundersamen Kreuzfindung. Wer auf Pater Kallinikos trifft, der seit mehr als zehn Jahren einen eigenen Blog unterhält, erfährt zu den Geschichten um die Auffindung des Kreuzes und zum Bau der Kirche viel Wissenswertes.

Othos

Vom höchsten Bergdorf der Insel, auf einer Höhe von 510 Meter, ist der Panoramablick auf die Ägäis und das weiße Häusermeer von Pigádia, einfach großartig.

In der Kapelle Kimissis tis Theotokou in der Mitte des Dorfes ist der wunderschöne Boden aus Kieselsteinen und zudem der Brunnen im Innenhof zu bewundern.

In der Nähe der Kirche sprudelt außerdem eine Quelle, der eine heilende Wirkung nachgesagt wird.

Die Büste neben der Quelle stellt den 1877 geborenen Volkskundler Michalis Nouaros dar, der übrigens ein umfangreiches Werk über die Geschichte der Insel und die Gewohnheiten der Bewohner verfasst hat.

Das Volkskundemuseum ist ein vollständiges Karpathos Haus mit typisch ländlicher Einrichtung, während der Saison von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Wenn das Museum geschlossen ist, fragt im Café Mezzaria nach. 😊

Die Kapelle Agia Irini liegt oberhalb des Dorfes mit einem schönen Blick auf Othos.

Das Kloster Agios Georgios Vasson liegt versteckt im Grünen unterhalb von Othos. Im Jahr 1806 wurde in den Räumlichkeiten des Klosters die erste Schule der Insel gegründet.

Stes

Die kleine Bauernsiedlung Stes ist vom benachbarten Othos erreichbar. Viele der Häuser sind nur während der Erntezeit bewohnt, nur einige wenige Häuser sind ganzjährig von zumeist älteren Bewohnern bewohnt. Einmal im Jahr, vom 27. – 29. Juli, wird Stes während der Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Panteleimon lebendig. Dann finden vor der Kirche Messen statt und das sonst so ruhige Dorf wird mit Musik und Tanz belebt.

 Das Zentrum der winzigen Siedlung wird von einem kleinen Platz beherrscht, auf dem sich die Kirche des Heiligen Panteleimon befindet.

Volada

Das malerische Bergdorf Volada mit den weißen Häusern, den vielen kleinen engen Gassen, einigen Tavernen und tollen Aussichtspunkten mit spektakulären Aussichten, zählt zu den schönsten Siedlungen der Insel Karpathos.

Aperi

Das Bergdorf mit den hübsch restaurierten Herrenhäusern, war von 1700 bis 1892 die Hauptstadt der Insel Karpathos. Aperi, mit seinen etwa 400 Einwohnern, gilt deshalb als reichstes Dorf der Insel. Dazu beigetragen haben auch die griechischen Auswanderer, die vor einigen Jahren aus den USA zurückgekehrt sind und hier prächtige Villen errichtet haben. Die Straßen und Häuser von Aperi sind mit Zitronenbäumen, Bougainvilleas, Geranien und vielen anderen bunten Pflanzen geschmückt.

Heute ist Aperi Bischofsresidenz und Sitz des Erzbischofs von Karpathos und Kasos und spielt infolgedessen eine wichtige religiöse Rolle. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Dorf sind die zahlreichen Kirchen und Kapellen.

Die Hauptkirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Am fünfzehnten August finden deshalb zu ihrem Festtag in Aperi spektakuläre Feierlichkeiten statt.

Im Café Elefthería (‚Freiheit‘) von Wirt Ilias Stamatiadis wehte übrigens nach dem Abzug der Deutschen und der Entwaffnung der Italiener im Jahr 1944 die erste griechische Flagge im Dorf. Bis zu seinem Tod im Jahr 1996 wurde für die Zubereitung des Kaffee das Wasser verwendet, das in der Mitte der Küche aus einer Quelle sprudelte. Leider ist das Haus heute dem Verfall preisgegeben, die Erinnerung verblasst – schade!

Kyria Panagia

Kyra Panagia ist kein klassisches Dorf, sondern ein kleiner Badeort mit einem wunderschönen Strand und einer einzigartigen Lage. Der Ort liegt am Ende eines steilen Tals, umgeben von steilen Klippen und und hohen Bergen. Neben einem der schönsten Strände der Insel Karpathos findet ihr eine kleine malerische Kirche mit rotem Dach vor, die hier angeblich vom Kapitän Ioannis Romnakis gebaut wurde, weil die Mutter Gottes sein in Seenot geratenes Schiff, mit einer Welle an den Strand spülen ließ.

Lefkos

Noch vor weigen Jahrzehnten bestand Lefkos nur aus wenigen Fischerhütten, erst in den letzten Jahren gewann der Tourismus Bedeutung. Der Ort besteht eigentlich aus den zwei Siedlungen, Lefkos und Kato Lefkos.

Der Ort an der Westküste der Insel Karpathos punktet mit insgesamt fünf wunderschönen feinkörnigen Stränden.

Etwa einen Kilometer vom Strand entfernt befindet sich eine römische Zisterne, die leider inzwischen nicht mehr zugänglich ist. Ein maßstabsgetreues Modell der Zisterne ist jedoch im Archäologiemuseum in Pigadia ausgestellt.

Die einzige nicht zerstörte Kreuzkuppelkirche der Insel Karpathos, Agios Georgios, liegt umgeben von Pinien bei Apo Lefkos (im oberen Lefkos).

Vom Hafen fahren Ausflugsboote in etwa 15 Minuten zur unbewohnten Insel Sokastro.

Mesochori

Mesochori liegt etwa in der Mitte von Karpathos, daher leitet sich auch der Name des Bergdorfes ab. Messi ist die Mitte und Chori ist das Land, also das Land in der Mitte.

Das Dorf liegt leicht erhöht, so dass ihr von hier einen herrlichen Blick auf das Meer habt. Schmale Gassen, im traditionellen Stil erbaute Häuser mit bunten Fensterläden und schöne Kirchen sind das Markenzeichen von Mesochori. Bis 1960 gab es keine Straße die hierher führte, deshalb sind die Traditionen und Bräuche, in dem von Olivenhainen, Weinbergen und Obst- und Gemüsegärten umgebenen Dorf, bis heute erhalten geblieben.

Da Mesochori bis heute autofrei ist, könnt ihr euer Auto oberhalb des Dorfes auf dem Parkplatz abstellen.

Größtes Gotteshaus ist die Kirche Panagia Vrysiani, die über eine ergiebige unterirdische Quelle erbaut wurde. Am Fuß der Kirche werden deshalb drei Marmorbecken von dieser Quelle gespeist.

Auf dem Hauptplatz des Dorfes der Platia Skopi befinden sich vier weitere kleinere Kirchen. Darunter befinden sich ebenfalls die im achtzehnten Jahrhundert direkt aneinandergebauten Zwillingskapellen Agios Stavros und Agios Nikolaos. Das in der Mitte des Platzes befindliche Kieselmosaik ist absolut sehenswert.

Die gemütliche kleine Taverne Dramountána neben der großen Kirche am Fuße des Dorfes, ist in den Felsen gebaut. Hier trefft ihr die Einheimischen und könnt bei sehr leckerem Essen nebenher die schöne Aussicht genießen. 😊

Tipp: Nachdem Manolis das Café Skopi an seine Nichte abgegeben habt, gibt es täglich ein von ihr selbst zubereitetes typisch griechisches Gericht und den Familienanschluss gleich dazu. Hier habt ihr nicht nur einen herrlichen Blick auf das Meer und einen schönen Sitzplatz beim Sonnenuntergang, ihr dürft euch auch weiterhin auf Tischen und Bänken verewigen. 😊

Spoa

Der kleine Ort Spoa liegt in etwa 350 Metern Höhe an der schmalsten Stelle der Insel Karpathos. Dort ist die Insel nur etwa 3,5 km breit und somit eröffnen sich wunderschöne Ausblicke zu ihrer Ostküste. Sehenswert ist die Kirche Agios Georgios mit ihrer schönen holzgeschnitzten Tür.

Kurz vor dem Ort Spoa zweigt die Straße nach Olymbos, ganz im Norden der Insel Karpathos ab.

Agios Nikolaos

Agios Nikolaos liegt in der Nähe von Spoa an der Westküste der Insel Karpathos. Die kleine Siedlung ist ein Badeort mit Tavernen und Cafés und immerhin einigen wenigen Fremdenzimmern und Ferienwohnungen. Der Strand mit flachem Einstieg ins Meer und ruhigem Wasser, wird übrigens meist nur von den Gästen des Ortes besucht.

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Ganz im Norden von Karpathos

Der Nordteil der Insel Karpathos ist auch heute noch recht abgeschieden. Erst 2013 wurde die Straße von Spoa nach Olymbos vollständig asphaltiert. Den Norden von Karpathos erreichte man zuvor nur mit dem Schiff von Pigádia aus, weshalb manche Traditionen in Olymbos besonders lange bewahrt wurden.

Das Bergdorf Olymbos (Olympos)

Auf einer Höhe von 310 Metern liegt das wohl bekannteste Ort von Karpathos. Die Häuser von Olymbos, mit interessanter traditioneller Architektur, wurden an die Hänge eines Berges gebaut, weshalb der Ort voller Stufen und kleiner enger Gassen. Die Geschichte und die Traditionen sind überall in Olymbos sichtbar. Die Frauen tragen hier noch stolz ihre Tracht und bis heute hat sich außerdem der altertümliche, dorisch beeinflusste Dialekt in der Sprache erhalten.

Fahrzeuge können auf dem großen Parkplatz vor dem Ort abgestellt werden. Lange Zeit war Olymbos nur über den Hafen von Diafani erreichbar, erst seit 2013 ist die Straße nach Diafani asphaltiert.

Interessante Sehenswürdigkeiten in Olymbos

Im Zentrum von Olymbos steht die historische, im byzantinischen Stil erbaute Kirche Mariä Himmelfahrt, mit einem imposanten Glockenturm.

Das Museum des Malers und Bildhauers Vasilis Chatzivasilis Museum

In der Werkstatt von Schuhmacher Jannis Prearis, könnt ihr die traditionellen handgefertigten Lederschuhe und Stiefel, erwerben. Eine lebenslange Garantie gibt es gratis dazu. 😊

Auf dem Weg zum Zentrum von Olymbos gibt es mehrere Souvenirläden, mit allem, was das Herz begehrt, oder begehren soll. (Einiges ist handgefertigt, vieles kommt inzwischen leider auch aus Asien) 😊

Die Windmühlen die sich oberhalb des Ortes befinden, sind die Wahrzeichen von Olymbos und obwohl sie nicht mehr in Betrieb sind, sind sie ein Symbol für die lange Geschichte der Insel.

Tipp: unbedingt ein hausgemachtes Sauerteigbrot probieren, das hier in Steinöfen gebacken wird.

Übernachten und Essen In Olymbos

In Olymbos sucht man große Hotels vergebens. Es gibt dafür einfache Zimmer, Appartements und kleine Ferienwohnungen zu Preisen, je nach Saison ab 25€. Mike´s Restaurant vermietet zum Beispiel wenige Zimmer, sehr sauber und mit schönem Balkon, von dem ihr das Treiben auf der Gasse beobachten könnt. Das Essen im dazugehörigen Restaurant können wir ebenfalls sehr empfehlen. 😊

Das Monument der Frauen, geschaffen von den beiden Brüdern Giannis und Antonis Hatzivasilis, befindet sich am Ortseingang von Olymbos. Die Skulptur einer Frau in traditioneller Kleidung, soll ein Dank an die Frauen von Olymbos sein, die die überlieferten Traditionen, sowie die Kultur bewahren.

In Olymbos gibt es viele Kirchen und winzige Kapellen

Viele tolle Aussichtspunkte und malerische Blicke auf das Meer!

Diafani, Hafenort im Norden der Insel Karpathos

Das kleine Fischerdorf ist der zweitgrößte Hafen der Insel Karpathos, mit einer Bootsverbindung in die Inselhauptstadt Pigadia, außerdem zur Insel Saria und der Bucht von Tristomo. Eine Straße verbindet Diafani zudem mit dem Bergdorf Olymbos im gebirgigen Inselinneren.

Das Dorf ist bekannt für seine ausgezeichneten Fischtavernen, in denen frischer Fisch zu sehr günstigen Preisen angeboten wird.

Die größte Kirche in Diafani ist Zoodochos Pigi (Lebensbringende Quelle), sie wurde erst vor etwa 40 Jahren nach dem Vorbild einer ehemaligen byzantinischen Kirche gebaut, die durch ein Erdbeben zerstört wurde.

Der Neptunbrunnen am Strand, ein Werk von Vasilis Chatzivasiis, dessen Spitze ein Delphin aus vier Steinen aus Vourkounda ziert. Die Kacheln am Brunnen zeigen das Alltagsleben in Olymbos und Diafani.

Die künstlerischen Arbeiten an der Grundschule von Diafani wurden von den drei Brüdern Chatzivasilis und deren bedeutendem Vater, dem Volksmaler Vassilis N. Chatzivasilis, angefertigt.

Avlona

Avlona ist der nördlichste Ort der Insel Karpathos und liegt am Rand einer fruchtbaren Hochebene, die von zwei Bergen geschützt wird. Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. In der Nähe der Bucht von Vourgoúnda könnt ihr zu den antiken Gräbern, der Höhlenkirche, oder zur Agia Marina wandern. Die Wege sind gut ausgeschildert, manchmal helfen Steinmännchen weiter. 😊

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Einkaufen auf der Insel Karpathos

Einkaufen könnt ihr auf Karpathos fast überall. Typische Souvenirs oder das traditionelle Kunsthandwerk (leider manchmal auch in Asien hergestellt) bekommt ihr in fast allen Dörfern. Wir bevorzugen allerdings liebevoll handgefertigte Keramikgegenstände (handbemalte Teller braucht man eigentlich immer😊, oder gerne auch Lebensmittel von der Insel, wie einheimischen Honig von erstklassiger Qualität, Kräuter oder Bergtee, Ziegenkäse, Gebäck oder Wein- alles einfach super lecker!  

Impressionen von der Insel Karpathos

Strände auf der Insel Karpathos

Der letzte Tag auf der Insel Karpathos war dann noch einmal ein Strandtag, bevor wir mit der Fähre weiter gefahren sind zur Nachbarinsel Kasos .😊

Viele Informationen zu den Stränden auf der Insel Karpathos findet ihr in unserem Beitrag „Die schönsten Strände der Insel Karpathos„.

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Hier ist der Beitrag über die griechische Insel Karpathos leider zu Ende. Wie hat er euch gefallen? Vermisst ihr etwas? Über einen Kommentar von Euch würden wir uns sehr freuen.

Gefällt euch die Insel Karpathos? Dann schaut euch doch mal unseren Kalender Karpathos an!